Bruchpilot 2017

Alle Jahre wieder ...
Die Pokalrunden zum "Tegernbacher Bruchpilot des Jahres 2017" ist eröffnet!

Da unser alter Pokal mittlerweile keinen Platz mehr hat, um weitere Bruchpiloten einzugravieren, gibt es dieses Jahr einen neuen Pokal.
Und dieser neue Pokal ist etwas ganz Besonderes!

Am 16.07.85 stürzte eine F-4F Phantom II unweit unseres Modellflugplatzes ab. Dabei kamen tragischerweise beide Piloten ums Leben. Das Metallstück unseres neuen Pokals ist ein Original Teil dieser abgestürzten Phantom und ein stückweit auch ein Gedenken an die verunglückten Piloten.
Die Befestigungsschraube ist von einem sog. "Monsterjet", einem Tornado in einer Sonderlackierung. Unser Präsident Robert hatte diesen Tornado höchstpersönlich seinerzeit bis zur letzten Schraube demontiert.

Liste der Anwärter 2017

Guido:1 (Birdy DS)
Armin:1 (Vegas)
Stefan:2 (Speed, Piper)
Roland:2 (MiniHawk)
Maik:1 (Slick)

Die Abstürze im Detail

Guido - Birdy

05.03.2017 ... eieiei, diese Flitsche!

Guidos Birdy hatte seinen Jungfernflug.
Nach den ersten Speerwürfen, um den Schwerpunkt und die Trimmung zu überprüfen, ging es an die Flitsche.

Stefan zog den Birdy erst moderat auf, dann immer fester und es ging wunderbar. Mit einem Zischen schoss der Birdy schnurgeradeaus an der Flitsche, um dann mit einem kleinen Impuls auf das Höhenruder auszuklinken und senkrecht gen HImmel zu schiessen.

Dann kam der Moment wo Guido es selbst testen wolle, also nicht mehr Stefan an der Flitsche und Guido an den Knüppeln, sondern eben komplett allein starten. Das ging auch 4x gut, beim fünften Mal dann leider nicht mehr. Da Guido den Birdy mit der linken Hand hielt, wurde es mit zunehmendem Zug auf der Flitsche immer schwerer. Beim fünften Versuch kam der Birdy dann mit dem Heck gegen den Unterarm, um dann nach 3m mit ca. 60-70° und vollem Zug auf dem Gummi mit der Nase in den Boden zu rammen.

Fazit: Leitwerk vom CFK Ausleger abgebrochen und das Rumpfboot bis zur Nasenleiste komplett zertrümmert, inkl. der beiden Servos im Rumpf.

Leider hat bei dem Schock und in der Hektik keiner ein Bild vom Crash gemacht.
Aber der Birdy flog bereits wieder aufgebaut am darauffolgenden Wochenende wieder.

Armin - Vegas

12.03.2017 ... Armins Vegas hat es getroffen.

Der Wind war sehr böig, Armin kam relativ flach über den Platz und wollte eine enge Kurve fliegen. Dann kam der Rückenwind und drückte beim Einleiten des Turns den Vegas dermassen runter, dass Armin keine Chance mehr hatte. Strömungsabriss und ein lautes Krachen waren die Folge.

Den Vegas hat es ordentlich erwischt.
Die Flächen haben an der Endleiste zum Rumpf Brüche, der Rumpf direkt hinter der Fläche.

Eine Reparatur wäre sicher machbar, aber so rechte Lust schien Armin direkt nach dem Crash verständlicherweise nicht zu verspüren.

Zitat Armin: "Jetzt hat sich das Problem mit dem neuen Empfänger für den Bandit von selbst gelöst. Nehme ich den aus dem Vegas."

Stefan - Speed

26.03.2017 ... kleines Malheur mit dem Speed.

Der Wind war wie auch bei Armins Crash sehr böig.
Und wie immer ist die Schneise mit der Senke bei uns am Platz bei Wind dann dch kritisch wegen der Walzen die sich bilden.

Stefan kam ein wenig zu kurz und langsam rein und schon drückte es den Speed runter und die Stömung riss ab.

Mein lieber Schwan, der Sound war echt heftik beim Einschlag, so dass auf dem Weg zum Aufschlagsort schon alle das Voll-GFK Modell gedanklich abgeschrieben hatten. Zur Überraschung hielt sich der Schaden dann doch sehr in Grenzen. Wie man auf dem Bild sieht, ist fast nichts zu erkennen.

Die Fläche hat gar nichts abbekommen - NULL.
Der Rumpf einen kleinen Knacks hinter der Fläche.
Die Auflage vom Höhenruder ist wieder an der Naht aufgeplatzt.
Komplette Elektronik und Motor / Spinner völlig schadlos.
Noch mal gut gegangen und die Stellen am Rumpf hat Stefan noch am Abend gflickt.

Der Speed ist schon wieder flugbereit!

Roland - MiniHawk

01.04.2017 ... und leider kein Aprilscherz.

Nachdem Roland letztes Jahr seinen MiniHawk in die Bäume auf gut 20m Höhe gesetzt hatte und wir den Flieger nicht mehr bergen konnten, hat dann im Winter das Wetter mit stürmischen Wind den kleinen zu Boden befördert und Done hatte ihn geborgen. Roland hat dann Hand angelegt und so flog er im März wieder.

Dann heute der nächste "Faux Pas". Kein ordentlicher Vorflugcheck, einfach schnell mal aufgebaut, Motor läuft und raus mit dem Vogel.

Das hat sich bitter gerächt. Das linke Querruder tat nicht wie es sollte, sondern blieb stur auf Anschlag oben stehen. Mit Geschick bei dem sehr unruhigen Flugverhalten hat Roland es dann doch geschafft und den MiniHawk wieder zum Platz zurück gebracht.

Zunächst sah auch alles danach aus, als wäre das gerade noch mal gut gegangen, aber bei der Landing hat das hochstehende Querruder dazu geführt, dass der mini Hotliner zwar aufsetzte, dann aber einhackte mit der Fläche, ein Rad schlug und dabei brach der Rumpf an der, bei Modellauern allseits bekannten Stelle, am Übergang zum Leitwerk ab.

So ein Mist, wo der Flieger doch eigentlich schon gelandet und am Boden war.

Naja, Roland wird den MiniHawk wohl wieder richten. Aber einen Eintrag in der Liste zur Pokalrunde 2017 gibt es dennoch. Jetzt muss Roland langsam aufpassen, hat er doch den Pokal letztes Jahr (2016) mit 4 Crashes schon gewonnen. Man könnte den Eindruck gewinnen er setzt zu einem Hattrick an.

Stefan - Piper J3 Cub

02.04.2017 ... Stefan übernimmt die Führung in der Bruchpilotenliste.

Die Piper J3 Cub hat schon imer irgendwie Probleme gemacht.
Mit 6S und übermotorisiert war der Start immer ein Balanceakt. Zu wneig Schub und die Piper war schwammig auf den Rudern, zuviel und das Drehmoment des Motors hat den ganzen Flieger verrissen. 

Und bei der Landung war es dann nicht anders. In 9 von 10 Fällen endete das ganze mit einem Kopfstand.

Heute dann sehr fieser Wind aus Nord, also genau quer zum Platz, und dann hat der Hund auch ständig von West über Nord nach ost böig gerdeht. Extrem unangenehm.

Stefan ist gestartet, etws zuw enig Schub so, dass der Strömungsabriss sich ankündigte, dann einen Tick zuviel in's Gas gegriffen und schon kam das besagte Drehmoment. Die Piper kippte nach links weg, dann riss die Strömung vollends ab und das Ergebnis ... man sieht es auf den Bildern.

Wieder aufgebaut wird die lt. Stefan nicht mehr, zumal sie Kerstin als eingefleischten FCB-Fan eh ein Dorn im Hangar ... äh Auge war. So ein BVB-Bomber passte auch nicht wirklich in den Hangar. Die nächste wird rot-weiss.

Roland - MiniHawk

30.04.2017 ... wieder hat es den MiniHawk von Roland getroffen.

Am Sonntag den 30.04. war es wirklich sehr windig, aber durchaus noch fliegbar.

Roland war auch am Platz und hat seinen gebeutelten MiniHawk geflogen.
Bei Ostwind konnten wir an unserem, zugegeben nicht ganz einfachem Platz, zwar von Westen anfliegen und landen, aber auch das ist bei starkem Wind nicht ganz ohne. Die Lee-Walze in der Senke im Westen muss dabei schnell durchflogen weden, sonst wirbelt es die Dlieger durcheinander.

Und so war dann die Endgeschwindigkeit beim Landeanflug ein wenig zu hoch. Der MiniHawk setze zwar auf, kam aber mit einer Fläche auf und schlug ein Rad. Endeffekt ... Heck wieder gebrochen.

Jetzt steht es wirklich in den Sternen ob Roland den MiniHawk erneut herrichtet.

Maik - Slick

05.06.2017 ... Maik hat mit der Slick kein Glück

Nachdem die Slick schon bösen Kontakt mit Mutter Erde hatte in der Vergangegheit, wurde sie von Maik wieder mühevoll aufgebaut.

Am Pfingstmontag wurde mit frischen Lipos dann wieder Mal die Slick an den Start gebracht.

Leider kam es zu einem noch nicht erklärlichen Problem mit der Steuerung so, dass am Hang der sich am Westende unseres Platzes befindet, Maik nicht mehr korrekt steuern konnte und die Slick in den Hang krachte.

Rumpf im vorderen Berecih kaputt, Fläche hat es auch schwer getroffen samt Holm.
Ein Wiederaufbau steht noch in den Sternen, wahrscheinlich eher nicht. Glücklicherweise hat Maik noch mal das identische Modell. Dennoch schmerzhaft ist es immer und allemal.

R.I.P schöne Slick.